Das Internet of Things hat vor allem im letzten Jahr gezeigt, wie viel Potenzial in ihm steckt. Von der schnellen Entwicklung der Digitalisierung, über maschinelles Lernen bis hin zu Verbesserungen in der KI, wird sich das IoT weiterentwickeln. Im privaten Alltag und in der Industrie.
Neben dem allgemeinen Wachstum zeichnen sich bereits Trends für dieses Jahr ab:

01 Mit Sicherheit mehr Sicherheit

Viele IIoT (Industrie IoT) Anwendungen befinden sich noch im Entwicklungsstadium. Somit gilt es, die damit zusammenhängenden Sicherheitslücken zu erwähnen. Mit erfolgreichen Smart-Home-Geräten wie Alexa, Nest oder Ring kann man das Internet of Things ganz leicht in den eigenen Alltag integrieren. Bedenklich ist die Frage danach, wann die Geräte wirklich aktiv sind und Daten sammeln und wann nicht. Diese Debatte um die Sicherheit smarter Geräte wird mit diesem Jahr sehr wahrscheinlich zunehmen und Data Privacy in den Vordergrund rücken. 


Amazon sprang bereits auf diesen Zug auf und stellte im jüngsten Alexa Live-Event eine Reihe neuer Funktionen vor. Mit denen sollen die Nutzer*innen zukünftig leichter und einfacher die Kontrolle über Daten und Datenschutzeinstellungen übernehmen können. Weitere führende Unternehmen, darunter auch Apple, haben vor Privatsphäre und Datenschutz groß zu schreiben, um neben dem Vertrauen der Verbraucher*innen auch das Nutzungserlebnis zu stärken
. Spannend wird allerdings, wie schnell sich diese Verbesserungen auch im Industriellen Umfeld umsetzen lassen. Oftmals dauert es bis „Consumer Innovationen“ im Enterprise IT Umfeld ankommen und bezüglich Datensicherheit und Privacy sind Unternehmen und Betriebsräte oft noch strenger als Privatpersonen.

02 Workforce Management (Software) als Zukunft

IoT bietet für geradezu jede Branche einen Vorteil. Aus diesem Grund findet es sich auch in vielen verschiedenen Bereichen wieder. Im Laufe des Jahres 2021 sollen mehr dieser Branchen aktiv sichtbar werden. Wir erwarten eine starke Entwicklung des IoRT (Internet of Retail Things), des IoLT (Internet of Logistics Things) und des IoWM (Internet of Workforce Management), in dem WorkHeld sich einfügt. Durch die strategische Partnerschaft mit Storebox konnte WorkHeld zusätzlich im Zukunftsbereich IoLT (Internet of Logistic Things) punkten.

IoT

Beschreibung: Infografik der Zusammenarbeit von WorkHeld und Storebox

03 Digitale Zwillinge

IoT hat das Potenzial Informationen während des gesamten Produktlebenszyklus zu sammeln, diese in Echtzeit zu verarbeiten und ebenso schnell zu optimieren. Aus diesem Grund könnte das Internet of Things der perfekte Partner für die Entwicklung digitaler Zwillinge sein, und zwar für fast jede Anwendung. Vor allem für Bereiche wie Bauwesen, Engineering und Architektur könnte das enorme Kosten- und Zeiteinsparungen bedeuten.

04 Mehr als Datensammlung

Die Annahme, dass IoT nur zur Überwachung und Datensammlung dient, ist veraltet. Das Internet of Things kann bereits viel mehr: von der schnellen Datenverarbeitung bis hin zur Aussprache von Empfehlungen oder der Durchführung von Aktionen aufgrund von datenbasierten Erkenntnissen. Damit lässt sich der Zeitaufwand für Design, Installation, Inbetriebnahme, Inspektion, Wartung und Berichterstattung reduzieren. Das liegt zu einem großen Anteil an der Fähigkeit des IoT mit KI-Technologien zusammenzuarbeiten, um die riesigen Datenmengen, die es erhält, schneller zu verarbeiten. Zusätzlich können dadurch manuelle Tätigkeiten wie die Berichterstattung automatisiert werden. Ein weiterer Trend, der sich 2021 sicher noch verstärken wird.

05 Verbesserung der Datenverarbeitung

Neben der allgemein besseren Datenanalyse mit optimierten Tools, lässt sich auch mehr IoT-Datenverarbeitung „on the Edge“ beobachten. Also direkt beim Entstehungspunkt der Daten. So genannte Edge Devices senden schon vorgefilterte Daten an den Server. Das verringert die Datenlast und vereinfacht die Analyse. Somit können Unternehmen schneller Entscheidungen auf Basis von IoT-Daten treffen, um den vollen Wert der Geräte im Netzwerk auszuschöpfen. Mit dem Start von 5G-Netzwerken, der Zunahme von IoT- und IIoT-Geräten und dem dramatischen Anstieg der Datenmenge, die wir sammeln, wird sich dieser Trend verstärken.


Das Wachstum von 5G, Cloud Computing sowie der schnellere und breitere WiFi-Zugang wird das Wachstum des Internet of Things vorantreiben, während die Pandemie weiterhin den Bedarf an Remote-Arbeit und Datenzugriff forcieren wird.
Denn auch aus dem Homeoffice sollen IoT Daten analysiert werden können.

Forbes (2020): Daniel Newman: 5 IoT Trends To Watch In 2021